Neuheiten Naturwissenschaften

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Elektronische Haut statt VR-Handschuh

Der klobige VR-Handschuh war gestern: Forscher haben eine Alternative zu gängigen Virtual Reality-Systemen mit Brillen und Handschuhen entwickelt. Dank eines aufgeklebten Sensors wird echte Haut zu einem elektronischen Gerät, das mit virtuellen Welten interagiert. Der Clou: Der Sensor registriert seine Position in magnetischen Feldern und kann auf diese Weise selbst feinste Körperbewegungen präzise in computergenerierte Realitäten übertragen.

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Packanleitung für die DNA

Unser Erbgut wird bei jeder Zellteilung in kompakte Chromosomen verpackt. Doch wie dieser nur wenige Minuten dauernde Packprozess genau abläuft, haben Forscher erst jetzt aufgeklärt. Ihre Beobachtungen zeigen: Die DNA wird erst in immer kleinere Schlaufen gelegt, dann drehen Proteinmotoren diesen verdickten Strang zu einer spiraligen Wendeltreppe. Dieses Drehbuch des Packprozesses löst nicht nur ein Jahrzehnte altes Rätsel und klärt einen fundamentalen Prozess des Lebens – es vereint auch bisher widerstreitende Theorien.

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Naturvolk mit präziser Nase

Grün, rot, violett... Farben zu benennen, fällt uns relativ leicht – bei Geruchseindrücken ist dies erstaunlicherweise weit weniger der Fall: Die meisten Menschen tun sich schwer, diese Sinneseindrücke in Worte zu fassen. Es gibt allerdings eine bemerkenswerte Ausnahme von dieser Regel, wie Forscher berichten: Das Volk der Jahai auf der malaiischen Halbinsel kann Gerüche genauso präzise benennen wie Farben. Eine Untersuchung legt nun nahe, dass dies mit ihrer Lebensweise als Jäger und Sammler zu tun hat.

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Wenn Algorithmen in der Jury sitzen

Wer glaubt, das Schicksal eines Angeklagten wird allein von Menschen entschieden, der irrt: Vor allem in den USA, aber auch anderswo helfen inzwischen Algorithmen einzuschätzen, ob ein Krimineller künftig rückfällig wird oder nicht. Jetzt entlarvt ein Experiment: Die Treffsicherheit dieser Software liegt nicht höher als die Einschätzung von zufällig ausgewählten Internetnutzern. Nach Ansicht der Wissenschaftler wirft dies kein gutes Licht auf Algorithmen als Justizhelfer.

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Neuer Ansatz bei der ADHS-Therapie

Bisher haben Jugendliche mit der Aufmerksamkeitsstörung ADHS nicht viel Auswahl: Reichen nichtmedikamentöse Therapien nicht aus, bleibt ihnen meist nur der umstrittene Wirkstoff Methylphenidat – besser bekannt als Ritalin. Doch das könnte sich ändern: US-Forscher haben ein neues, spezifisch wirkendes Mittel in einer ersten klinischen Studie getestet – mit Erfolg. Der Wirkstoff erwies sich als verträglich und besserte die Symptome der jungen ADHS-Patienten deutlich. Der Haken daran: Dieses Mittel wirkt nur bei Betroffenen mit bestimmten Genveränderungen.

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